„Volkstümliches Glas des 18. Jahrhunderts“ – Sammlung Joos 22. April bis 4. November

Volkstümliche Gläser des 18. Jahrhunderts

Liebespaare, Handwerker bei der Arbeit, Musikanten oder sogar gefürchtete Soldaten. Es gibt allerhand zu entdecken auf den volkstümlichen Gläsern des 18. Jahrhunderts. Mit über 200 Exponaten bringt die Ausstellung die Besucher in die Welt des späten Barockzeitalters und gibt einen Einblick in einen ganz speziellen Bereich der Glasproduktion des 18. Jahrhunderts. Es stehen einmal nicht die Luxusgegenstände des Adels oder des kaufkräftigen Großbürgertums im Mittelpunkt, sondern die Gläser der „kleinen Leute“, der Handwerker, Bauersleute, Bürger, Knechte, Mägde und Tagelöhner.

Das volkstümliche Glas war es im Gegensatz zu den Repräsentationsgläsern der oberen Gesellschaftsschichten zum Gebrauch gedacht. Die Gläser waren oft persönliche Gebrauchsgegenstände, Liebesgaben, Erinnerungsstücke oder Zunftgläser. Die Dekore zielten auf die spezielle Käuferschicht, den „gemeinen Mann“. Die Motive und Texte sind Zeugnisse des einfachen Lebens und der Volksfrömmigkeit. So vermitteln die Gläser mit ihren volksnahen Malereien und Gravuren einen lebendigen Eindruck von der Alltagskultur des 18. Jahrhunderts.