Im Kabinett: Die fantastischen Welten des Kristian Klepsch

 

 Ausstellung 18. November 2018 – 31. März 2019

 

Kristian Klepsch

Geboren 1943 in Zwickau in Böhmen.

Ausbildung zum Keramiker in der Landshuter Keramikfachschule.

Aufnahme in die Begabtenklasse der Akademie der Bildenden Künste in München, bei Professor Nagel

Student der Kunstakademie in Lüttich (Belgien) bei Prof. Cornmeyr

Freier Glasdesigner vieler namhafter Firmen

Eigene Ateliers bis heute

Mit dem Prix de Rome und dem Prix Albert, zwei international begehrten Künstlerpreisen, wurde Kristian Klepsch schon als 24jähriger für seine fantastischen Radierungen geehrt ­und fand trotzdem keine Befriedigung in dieser Kunst.

„Die schwierigste Art der Malerei überhaupt ist die Gravur auf Glas“, dozierte sein ehemaliger Lehrer, Professor Cornmeyr, bei einem Vortrag in der Kunstakademie Lüttich. „Hier muss der Künstler von vornherein die gesamte Bildkonzeption klar und fertig im Kopf haben, ohne spätere Korrekturmöglichkeiten. Es wirkt nur die reine Form. Farbe kann nicht helfen ­und der geringste Fehler bei der Arbeit ist nicht mehr reparabel“.

Diese Worte des Kunstprofessors verfolgten Klepsch lange Jahre. Am meisten reizten ihn aber die Dinge, die andere vor ihm als hoffnungslos aufgegeben hatten.

Die großen Herausforderungen sieht Kristian Klepsch nach wie vor im Wirk- und Werkstoff Glas. Hier gab es für ihn noch echte Geheimnisse und ungelöste Rätsel. Mehr und mehr beschäftigte er sich schon in jungen Jahren mit Schleifrad und Diamantstichel. Ungeachtet seiner erfolgreichen Bildhauertätigkeit Ende der 60iger Jahre, als er eine Reihe von Großplastiken vor zahlreichen öffentlichen Gebäuden in Bayern geschaffen hat, faszinierte ihn immer wieder die beschwingte, glitzernde Wunderwelt des Glases.