Studiensammlung: Schnupftabakgläser, Schmuck, Hinterglasbilder und Spezialbestände aus dem Depot

SCHAEFER-Stiftung

Schnupftabakgläser aus dem Bayerischen Wald

Der Schnupftabak war im Bayerwald einst ein unverzichtbares Genussmittel. Zahlreiche Schnupftabakfabriken stellten das aromatische Pulver her. Viele passionierte Schnupfer machten ihren Schnupftabak aber nach streng gehütetem Rezept selbst.

Aufbewahrt wurde der Schnupftabak in kleinen, flachen Fläschchen aus Glas – typisch für den Bayerischen Wald mit seinen vielen Glashütten. Umgangssprachlich werden sie liebevoll „Bixl“ genannt. Es gab einfache Gläser für den täglichen Gebrauch, die in manchen Glasfabriken zum Produktionsprogramm gehörten. Oft wurden sie aber von den Glasmachern „geschunden“, also in den Arbeitspausen hergestellt. Kleine Kostbarkeiten waren die aufwändig gestalteten „Feiertagsgläser“, die oft eine ganz persönliche Note hatten, wie einen Namen, ein Monogramm oder ein Zunftzeichen für den Beruf des Besitzers.

So klein die Schnupftabakgläser auch sind, es finden sich alle Glasmachertechniken und sämtliche Arten der Glasveredelung auf ihnen wieder. Heute ist kaum noch ein Tabakglas in Gebrauch. Die „Bixl“ wurden in den letzten Jahrzehnten zu beliebten Sammelobjekten. Glasmacher und Veredler gestalten eigenwillige und höchst modern anmutende Kreationen, die die Schnupftabakgläser zu kleinen Kunstwerken werden lassen. Die Sammlung der Schaefer-Stiftung ist die wohl größte Sammlung von Schnupftabakgläsern weltweit. Ein Teil der Sammlug ist in Frauenau präsenteirt.

Zwischen 2005 und 2015 wurden zahlreiche Einzelausstellungen mit Publikationen zum Thema Schnupftabakglas aus Mitteln der SCHAEFER-Stiftung finanziert.

 

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Schmuckes Glas – Der Nachlaß von Franz-Josef Ginzel

Historischer Schmuck aus Gablonz an der Neisse in Nordböhmen.

Unter dem Titel “Schmuckes Glas” präsentiert der Nachlass des Gablonzer Bijoutiers Franz Ginzel (1898-1960) – von dessen Neffen Franz Ginzel und seiner Frau Susanne liebevoll aufbereitet – eine beeindruckende Bandbreite von gläsernem Schmuck der 1920er und 1930er Jahre. Vertreibung und gescheiterter Neubeginn in Westdeutschland haben die authentische Sammlung hinterlassen, deren Qualität außergewöhnlich ist.

 

Schmuckes Glas aus Nordböhmen. (Foto: Sepp Eder)

Schmuckes Glas aus Nordböhmen. (Foto: Sepp Eder)

 

 

 

 

Sammlung Udo Dammert

Hinterglasmalerei von Spanien bis China

Von Bayern ausgehend fand die Hinterglasmalerei in in ganz Europa starke verbreitung. Österreich, Böhmen, Schlesien, Rumänien, Spanien und Süditalien waren ab dem 18. Jh. die Zentren. Weniger bekannt ist die asiatische Hinterglasmalerei. Persien, Indonesien, Indien, China und Japan entwickelten unter europäischem Einfluß individuelle kulturelle Ausprägungen. Der große Teil der Sammlungbefindet sich im Schloßmuseum Murnau. Frauenau zeigt einen kleinen Querschnitt.

 

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